fbpx

Wohnen im Alter: Wie finde ich die passende Pflegestufe?

Share on facebook
Share on google
Share on twitter
Share on linkedin
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp

Das Alter erwischt jeden. Nicht immer haben wir dann das GlĂŒck gesund zu sein. Oftmals ist eine Pflegestufe notwendig, um ein liebes Mitglied der Familie versorgen zu können. Aber wie bekomme ich diese Pflegestufe eigentlich?

Am besten stellen Sie sich zunĂ€chst die Frage, wieviel Pflege ĂŒberhaupt benötigt wird, bei welchen TĂ€tigkeiten der PflegebedĂŒrftige Hilfe braucht. Reicht eine stundenweise Betreuung oder benötigt Ihr Angehöriger Assistenz rund um die Uhr? Im Internet gibt es Rechner, zum Beispiel von einigen Pflegekassen, die den Pflegebedarf einschĂ€tzen. Wird Ihnen immer klarer, dass nur eine stationĂ€re Betreuung in Frage kommt, beantragen Sie die Festlegung eines sogenannten Pflegegrades bei der Pflegekasse, um finanzielle UnterstĂŒtzung zu bekommen. Besonders reibungslos klappt das, wenn Sie mit dem PflegebedĂŒrftigen eine Versorgungsvollmacht und eine PatientenverfĂŒgung vereinbaren, damit Sie nicht nur Ansprechpartner fĂŒr die Pflegekassen sein können, sondern in Zukunft auch Maßnahmen der Ärzte im Notfall und andere medizinischen Behandlungen regeln können.

Begutachtung gut vorbereiten

Nachdem Sie den Antrag gestellt haben, prĂŒft ein Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK), bei privat Versicherten ein Mitarbeiter von Medicproof, den Pflegebedarf vor Ort. Dabei ist eine gute Vorbereitung entscheidend. Suchen Sie vor dem Termin alle Unterlagen zusammen, die einen Eindruck vom Gesundheitszustand und den EinschrĂ€nkungen des PflegebedĂŒrftigen vermitteln. Dazu gehören beispielsweise Arztbriefe, aber auch eine Übersicht ĂŒber alle Medikamente, die derjenige nimmt. Auch ein Schwerbehindertenausweis oder Dokumente vom Pflegedienst können hilfreich sein. Notieren Sie, in welchen Situationen Sie EinschrĂ€nkungen spĂŒren, wobei der PflegebedĂŒrftige Hilfe braucht und welche Probleme es im Alltag und bei der Pflege gibt. Pflegeberater der Krankenkasse oder von kommunal finanzierten PflegestĂŒtzpunkten können mit Ihnen vorab alle Punkte durchgehen, die bei der Begutachtung wichtig sind und den Termin gemeinsam mit Ihnen vorbereiten. Sprechen Sie mit Ihrem Angehörigen vorab ĂŒber den Termin. Er sollte möglichst realistisch seinen Zustand beschreiben, sich nicht besser darstellen, aber auch nichts dramatisieren.

Der Gutachter orientiert sich an acht Modulen mit insgesamt 64 PrĂŒfpunkten. Er befragt Ihren pflegebedĂŒrftigen Verwandten und prĂŒft motorische und kommunikative FĂ€higkeiten. WĂ€hrend BedĂŒrftige mit Pflegegrad 1 nur geringfĂŒgig hilfsbedĂŒrftig sind, weil sie zum Beispiel nur Hilfe beim Einkaufen oder Putzen brauchen, sind die EinschrĂ€nkungen bei den Pflegegraden 2 bis 5 erheblich höher. Hier hat der PflegebedĂŒrftige Anspruch auf Pflege in stationĂ€ren Einrichtungen.

Bei Ablehnung Widerspruch einlegen

Innerhalb von 25 Arbeitstagen muss die Pflegekasse ĂŒber den Antrag entscheiden. Hat sie einen Pflegegrad anerkannt, erhalten Sie rĂŒckwirkend vom Datum der Antragsstellung an finanzielle UnterstĂŒtzung. Wird die BedĂŒrftigkeit nicht anerkannt oder ein zu niedriger Pflegegrad festgelegt, können Sie innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen.

Sie ĂŒberlegen, in eine altersgerechte Wohnung zu ziehen und wissen nicht, was Sie mit Ihrem Eigenheim machen sollen? Wir beraten Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten.

Nicht fĂŒndig geworden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Pflegebed%C3%BCrftigkeit
https://de.wikipedia.org/wiki/Pflegeversicherung_(Deutschland)
https://de.wikipedia.org/wiki/Pflegesachleistung

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klÀren.

Foto: © Melpomene/Depositphotos.com

Empfohlene Artikel

Neues | Video | Blog | Aktionen

Newsletter

Wie viel ist Ihre Wert?