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Welche Pflichten hat ein Vermieter?

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Welche Aufgaben hat ein Vermieter eigentlich? FĂŒr was ist er ZustĂ€ndig und welche Kosten trĂ€gt er? Diese Fragen werde ich Ihnen in diesem Beitrag beantworten.

Instandhaltung

Einer der Pflichten eines Vermieters ist es, sich um die Reparaturen zu kĂŒmmern. Als Faustregel gilt: ein tropfender Wasserhahn, Riss in Badezimmerfliesen, oder defekter TĂŒrgriff aufgrund von verschleiß reparaturbedĂŒrftig, trĂ€gt der Vermieter die Kosten fĂŒr die Instandsetzung.

In AusnahmefĂ€llen kann der Vermieter auch den Mieter zur Kasse bitten. Diese Vereinbarung muss aber vertraglich festgesetzt worden sein und durch eine angemessene Kostengrenze beschrĂ€nkt sein. Sie liegt zwischen 75 – 100€ pro Kleinreparaturklausel.

Jahreshöchstgrenze: 8 % der JÀhrlichen Miete (ohne Nebenkosten).

Der Vermieter darf nur Kosten fĂŒr Reparaturen an EinrichtungsgegenstĂ€nden, wie TĂŒr- Fenstergriffe, Lichtschalter, WasserhĂ€hne etc. weitergeben. Der Vermieter ist immer fĂŒr Strom-, Wasser und Gasleitung zustĂ€ndig.

SchÀden (BaumÀngel)

Wenn SchĂ€den wie Schimmel in der Wohnung oder BaumĂ€ngel vorhanden sind ist der Vermieter gefragt. Wenn der Vermieter aber herausfindet das der Schimmel z. B. durch falsches LĂŒften oder mangelndes Heizen entstanden ist, liegt die Beweislast bei ihm.

Verkehrssicherungspflicht

Der Vermieter ist gesetzlich verpflichtet in seiner Immobilie fĂŒr Sicherheit zu sorgen. Dazu zĂ€hlt auch das Streuen, wenn es Glatt ist aufgrund von Schnee/Eis. Diese Pflicht kann auch auf den Mieter ĂŒbertragen werden.

Ruhiges Wohnen

Der Vermieter ist zustĂ€ndig dafĂŒr zu sorgen das, dass Wohnen durch unzumutbaren LĂ€rm nicht beeintrĂ€chtig wird.

Heizung

Der Vermieter ist laut Mietrecht verpflichtet fĂŒr eine funktionierende Heizung zu sorgen. Die Wohnung muss wĂ€hren der Heizungsperiode von 1. Oktober bis 30. April bis zu 20 Grad geheizt werden. Wenn das nicht funktioniert ist es Sache des Vermieters.

Nebenkostenabrechnung

Es besteht keine Pflicht zur Nebenkostenabrechnung, wenn es keine Regelung etwaiger Nebenkosten gibt. Wenn aber im Mietvertrag eine Umlage der Nebenkosten vereinbart ist muss der Vermieter dafĂŒr sorgen eine Nebenkostenabrechnung zu erstellen.

Leistet der Mieter eine monatliche Vorauszahlung auf die Nebenkosten muss der Vermieter dafĂŒr sorgen, die tatsĂ€chlichen entstandenen Kosten nachzuweisen und einmal im Jahr mit den Vorauszahlungen abzugleichen. Nach 12 Monaten nach Ablauf der vereinbarten Abrechnungsperiode muss der Vermieter eine Nebenkostenabrechnung erstellen.

Verstreicht der Zeitraum und es wird eine Nachzahlung eingefordert, braucht der Mieter dies nicht mehr. Ein Guthaben aus der Betriebskostenabrechnung kann aber vom Mieter 3 Jahre spÀter noch eingefordert werden.

Klingelschilder

GrundsĂ€tzlich sind weder Mieter noch Vermieter verpflichtet fĂŒr ein Klingelschild zu sorgen. Ein Mieter darf sogar ablehnen namentlich in der Klingelschildanlage genannt zu werden. Schafft der Vermieter aber ein Klingelschild aus optischen GrĂŒnden an muss er die Kosten ĂŒbernehmen.

WohnungsgeberbestÀtigung

Seit 1. November 2015 sind Vermieter verpflichtet den Mietern eine Wohnungsgeberbescheinigung zu geben. Diese Bescheinigung gibt an ob der Mieter auch wirklich in die Wohnung eingezogen ist. Er braucht sie fĂŒr die Meldebehörde um sich am neuen Wohnsitz zu Registrieren.

Die Wohnungsgeberbescheinigung enthÀlt:

  • Name, Anschrift des Wohnungsgebers
  • Einzugsdatum
  • Anschrift der Wohnung
  • Namen der neuen Bewohner

Der Vermieter ist gesetzlich verpflichtet die Wohnungsgeberbescheinigung innerhalb von zwei Wochen zuzustellen. Wenn der Vermieter der Aufgabe nicht rechtzeitig nachkommt und auch noch fehlerhafte Daten angegeben hat, ist es das Recht des Mieters dieses dem Einwohnermeldeamt zu melden. Dem Vermieter wird ein Bußgeld von 50.000 € angedroht, wenn er wissentlich eine falsche Vermieterbescheinigung ausstellt.

Mit diesem Gesetz will die Bundesregierung das Melderecht vereinheitlichen und fehlerhafte oder schein Anmeldungen zu verhindern.

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