Energieberatung für Ihre Immobilie

Im Folgenden erfahren Sie, wer was anbietet, wieviel Sie dies kosten kann und wie Sie vorgehen können, um Ihre Ziele erfolgreich umzusetzen.

Wissenswertes zu Angebot und Kosten

 

Es gibt viele Gründe, eine Energieberatung für Ihre Immobilie in Erwägung zu ziehen. Ob zur Wertsteigerung Ihrer Immobilie, aus Aspekten der wirtschaftlichen und ökologischen Nachhaltigkeit oder sonstigen Gründen. Für die verschiedensten Situationen und Anliegen gibt es Angebote, die je nach Ihrem gewünschten Umfang variieren.

 

Wer seine Immobilie wirtschaftlich sinnvoll sanieren möchte, sollte sich eine unabhängige Einschätzung vom Energieberater einholen. Die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes kann Ihnen hierbei helfen. Über 13 000 Energieberater aus dem gesamten Bundesgebiet sind in ihr aufgelistet und erfüllen in der Regel die Qualitätsstandards. Zu bis zu 80 % werden Energieberatungen derzeit vom Staat gefördert.

 

Anders als Beratungen durch Fachhandwerker zeichnen sich Energieberatungen nicht durch eine Verkaufsabsicht aus. Energieexperten empfehlen nur Arbeiten, die sich im Rahmen einer energetischen Sanierung wirklich lohnen. Bei einer umfassenden Energieberatung mit Analyse und Sanierungsfahrplan wird das Gebäude vor Ort an mehreren Terminen besichtigt und die Ergebnisse werden rechnerisch ausgewertet – es folgt ein Maßnahmenplan.

 

Holzwürfel mit grünen ökologischen und energetischen Symbolen vor grünem Hintergrund von oben von einer Hand gehalten

 

Leistungen, Preis, Dauer und Ausführlichkeit variieren bei der Energieberatung zwischen den verschiedenen Angeboten bzw. Stationen. Eine voll umfassende Beratung samt dem Planen von baulichen Maßnahmen für Ihre Immobilie ist hierbei nicht zwangsläufig der erste Schritt. Mithilfe von Einstiegsberatungen bei Energieagenturen und dem sogenannten Gebäudecheck Ihrer Verbraucherzentrale können Sie kostenfrei oder kostengünstig erste Einschätzungen zum Stand Ihrer Immobilie erhalten.

 

Einstiegs- und Erstberatungen sind meist kostenlose Gespräche mit fachkundigem Personal bei Energieagenturen, Energieberatern, Messen, Online-Events sowie in Teilen bei Behörden, Rathäusern etc. Sie erhalten einen Überblick über diverse Sanierungsmaßnahmen im Allgemeinen. Sie können meistens mit einer Dauer von etwa einer Stunde rechnen.

Der Gebäudecheck ist eine Leistung Ihrer Verbraucherzentrale und kostet 30 €. Es handelt sich um einen meist zweistündigen Termin bei Ihnen vor Ort. Sie erhalten Informationen über Ihre Haustechnik, den baulichen Wärmeschutz und Einsatzmöglichkeiten von erneuerbaren Energien. Die Ergebnisse des Gebäudechecks werden Ihnen in einem standardisierten Kurzbericht, zudem erhalten Sie Handlungsempfehlungen.

 

Die qualifizierte Energieberatung mit einem maßgeschneiderten Sanierungsfahrplan wird wiederum von freien Energieberatern durchgeführt. Diese bietet eine umfassende Rundum-Analyse Ihres Gebäudes, um eine energetische Sanierung speziell auf Ihre Bedürfnisse zuzuschneiden. Diese Dienstleistung hat in der Regel einen Preisrahmen von 1.700 bis 2.400 €. Wichtig zu beachten ist, dass bis zu 1.300 € förderfähig sind, was bedeutet, dass in der Regel lediglich eine Eigenbeteiligung von 350 Euro verbleibt.

 

Entscheidend für den Erfolg ist am Ende die bauliche Umsetzung Ihrer Pläne. Die Baubegleitung für Wohngebäude wird ebenfalls staatlich gefördert. Hierbei unterstützen Energieberater die energetische Sanierung Ihrer Immobilie, befassen sich mit weiteren möglichen Fragen im Verlauf der Bauarbeiten, betreuen und kontrollieren. Die Kosten für Baubegleitungen im Rahmen einer energetischen Sanierung (oder für Neubauprojekte) werden bei Ein- und Zweifamilienhäusern zu 50 % übernommen. Es kann vorkommen, dass ein Förderprogramm eine Baubegleitung voraussetzt. Die Förderung für die Baubegleitung kann zudem mit der „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“ vor einer energetischen Sanierung kombiniert werden.

 

Euro Centmünzen verstreut auf Papierhaus und Energieklassentabelle auf hellblauem Hintergrund

 

Um Fördermittel zu erhalten, müssen Sie den Antrag vor Beginn der Sanierung (oder des Neubaus) einreichen. Die Auszahlung erfolgt im Anschluss an den Abschluss des Vorhabens.

 

Sie können sich entscheiden, entweder einen Zuschuss beim BAFA für Einzelmaßnahmen an einem Bestandsgebäude zu beantragen oder einen zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss bei der KfW in Anspruch zu nehmen. Im Falle der KfW können Sie auch Zuschüsse für energetische Komplettsanierungen sowie die dazugehörige Baubegleitung beantragen.

 

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