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Der Anstieg der Nebenkosten treibt die Landeshauptstadt Hannover bundesweit an die Spitze

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Sehr hohe MĂŒllgebĂŒhren lassen die Kosten nach oben schnellen – kritisiert der Bund der Steuerzahler

Hannover

Hannover hat den Spitzenplatz, aber wird darĂŒber nicht stolz sein können: Die Wohnnebenkosten sind seit 2016 so stark gestiegen, wie in keiner anderen deutschen Landeshauptstadt. Am meisten werden die GebĂŒhren beim Abfall stĂ€ndig erhöht, dies treibt die Kosten nach oben. Hinzu sind dieses Jahr auch die TrinkwassergebĂŒhren gestiegen. Es könnte aber auch noch eine weitere Preiserhöhung hinzukommen, wenn zukĂŒnftig die Grundsteuern neu kalkuliert werden. Sonderposten Nebenkosten ist fĂŒr den Immobilienverkauf in Hannover sehr relevant, meint der Immobilienmakler Mehmet Kibar von der gleichnamigen Firma Immobilien GmbH Hannover.

In Hannover sind die jĂ€hrlich bestimmten Gesamtkosten fĂŒr Abfall, Wasser und Abwasser, Niederschlagswasser und Grundsteuer seit 2016 um 11 Prozent oder anders gesagt um 200 Euro, somit auf 1960 Euro gestiegen. Der BdSt errechnet die Zahlen jĂ€hrlich anhand eines dreiköpfigen Musterhaushalts, der in einem kleinen 120-Quadratkilometer-Haus in Stadtrandlage wohnt.

Im vergangenen Jahr landete Hannover im Vergleich zu den anderen LandeshauptstĂ€dten auf Platz acht. In diesem Jahr verschlechterte sich der Wert aber so stark, sodass Hannover mittlerweile auf dem fĂŒnftteuersten Platz liegt. Sowie in dem Vorjahr sind die Nebenkosten erneut um fast 78 Euro angestiegen.

Betrachten wir jetzt mal die GebĂŒhren im Einzelnen:

Abfall:

Fast jedes Jahr steigen die MĂŒllgebĂŒhren. Der BdSt-Musterhaushalt muss inzwischen mit 389,99 Euro den bundesweiten Höchstpreis zahlen. Selbst MĂŒnchen hat nur 159,12 Euro zu zahlen. Der Mittelwert aller LandeshauptstĂ€dte liegt bei 237,61 Euro.

Trinkwasser:

Auch beim Trinkwasser kam es in diesem Jahr zu einer Preiserhöhung. FĂŒr den Musterhaushalt stieg der Preis um 30,36 auf 343,94 Euro an.

Schmutzwasser:

Beim Abwasser wurde schon eine GebĂŒhrenerhöhung von 2018 auf 2019 durchgefĂŒhrt. FĂŒr den Musterhaushalt hieß es, fast 80 Euro mehr auf den jĂ€hrlichen Betrag zahlen, dies betrĂ€gt 307,56 Euro, also ein Anstieg um etwa 35 Prozent. Als Grund fĂŒr den Anstieg wurde genannt, dass die KlĂ€ranlage erweitert und die KanĂ€le saniert werden mĂŒssen.

Niederschlagwasser:

FĂŒr Regenwasser, das nicht auf dem GrundstĂŒck versickert, sondern ĂŒber die Kanalisation abgeleitet wird, muss GebĂŒhr gezahlt werden. Diese GebĂŒhr wurde 2010 eingefĂŒhrt und ist seitdem stabil geblieben. Der Preis betrĂ€gt fĂŒr den Musterhaushalt des Steuerzahlerbundes konstant 88,40 Euro.

Grundsteuer: Bei Grundsteuer liegt Hannover mit einem Hebesatz von 600 Prozent ĂŒber dem Durchschnitt der LandeshauptstĂ€dte. Hier muss die Musterfamilie also 621 Euro zahlen. Zwischen den LandeshauptstĂ€dten ist die Spannweite groß. In Magdeburg mĂŒsste ein Vergleichshaushalt 296 Euro zahlen, in Hamburg hingegen 1050 Euro. Der Durchschnitt liegt bei 568 Euro. In der Berechnung des Steuerzahlerbundes, sind auch die RundfunkgebĂŒhren enthalten, diese betrĂ€gt bundesweit einheitlich 210 Euro.

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